Mort Rosenblum: Oliven. Kulturgeschichte einer göttlichen Frucht. Piper, 2000
Ich mag Mort Rosenblums Buch einfach! Seine Olivengeschichten sind keine trockenen Erzählungen. Sie werden liebevoll geölt mit zahlreichen köstlichen Anekdoten, persönlichen Erlebnissen und kleinen Rezepten. Geschickt verbindet der Autor immer wieder Fachwissen über die jeweiligen Sorten, die verschiedenen Anbau-, Ernte- und Verarbeitungsmethoden mit detaillierten Porträts von Landschaften, Dörfern, Hainen und Menschen. Seit 6000 Jahren kultiviert der Mensch den Ölbaum. Besonders in den Ländern rund um das Mittelmeer – von Spanien über Tunesien bis nach Palästina – prägt er seit jeher die Kultur und das Leben. Die Ölbäume, so der Tenor des Buches, sehen in jedem Land anders aus. Sie passen sich dem Charakter des jeweiligen Menschenschlags an. Der Autor hat, angetrieben von der Leidenschaft zur Olive, den Kulturraum jenseits der Buttergrenze bereist, die Olivenbauern besucht und zum Thema befragt.
Das Ergebnis sind goldene, fruchtige und appetitliche Texte, die dem Ölbaum huldigen und gleichzeitig an seine Geheimnisse rühren. Prädikat: Natives Olivenbuch Extra.